Glossar und Abkürzungsverzeichnis
  • abiotisch: nicht belebt, abiotische Faktoren sind nicht durch Lebewesen verursachte Einflüsse, abiotische Teile des Naturhaushaltes sind Böden und Gesteine, Gewässer sowie Klima und Luft
  • Agenda 21: Programm für umweltgerechte Entwicklung und die nachhaltige Nutzung aller natürlicher Ressourcen, UNO-Umweltkonferenz 1992, Rio de
    Janeiro
  • AHP: Artenhilfsprogramm
  • alluvial: holozän (® )
  • Altmoräne: Moräne (® ) der vorletzten Eiszeit
  • Angerdorf: eine vom Anger (Dorfplatz) zum langgestreckten Platz sich ausweitende ländliche Siedlungsform, Mischform von Rundling (® ) und Straßendorf (® )
  • anthropogen: [griechisch anthropos = Mensch, griechisch genes = hervorbringend, hervorgebracht] vom Menschen beeinflußt oder geschaffen
  • Archaeophyt: in einem Gebiet nicht heimische Pflanze, die in prähistorischer Zeit oder früher vom Menschen eingeschleppt wurde oder einwanderte und fester Bestandteil der heimischen Flora geworden ist, wie viele Ackerunkräuter (zum Beispiel Kornblume)
  • arrondiert: zusammenliegend, arrondiertes Eigentum: zusammenliegendes Grundeigentum
  • Artenvielfalt: Quantität der Artenzusammensetzung einer Lebensgemeinschaft
  • Ästuar: trichterförmige Verbreiterung eines in das Meer mündenden Flusses
  • Atmosphäre: [griechisch atmos = Dunst, Dampf und griechisch sphaira = (Erd)Kugel], die gasförmige Hülle eines Himmelskörpers, speziell die Lufthülle der
    Erde
  • Außensände: an der Seeseite des Wattenmeeres gelegene Sandbänke, die durch Wellenenergie und Windeinfluß über die mittlere Tidehochwasserlinie aufgewachsen sind
  • autochthon: [griechisch auto = selbst, chton = Erde] an Ort und Stelle
    entstanden
  • Auwald: Wald im Auenbereich von
    Bächen und Flüssen mit Erlen, Weiden, Eschen und Ulmen als dominante Baumarten, die Standorte sind geprägt durch episodische bis häufige unterschiedlich lang andauernde Überflutungen, zum Teil auch durch starke, vom Fließgewässer abhängige Schwankungen des Grundwasserstandes
  • BArtSchVO: Bundesartenschutz-
    verordnung
  • BauGB: Baugesetzbuch
  • Bauleitplanung: Um eine städtebaulich geordnete Entwicklung der Gemeinden zu gewährleisten, muß die bauliche und sonstige Nutzung von Grundstücken durch Bauleitpläne vorbereitet werden. In diesen von den Gemeinden in eigener Verantwortung aufgestellten Plänen (Flächennutzungs- (® ) und Bebauungsplan (® ) wird die Verteilung der Bodennutzungen (Wohnen, Gewerbe, Verkehrsflächen) im Gemeindegebiet festgelegt.
  • Bebauungsplan: Der Bebauungsplan ist ein von der Gemeinde in Form einer Satzung zu beschließender Bauleitplan, der für ein Teilgebiet der Gemeinde aufgestellt wird und für jedermann verbindlich ist. Er enthält Festsetzungen zu Art und Maß der zulässigen Nutzung, zu den überbaubaren Grundstücksflächen und den Verkehrsflächen.
  • Berner Übereinkommen: Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume von 1979, Deutschland ist seit 1984 Mitglied
  • Beteiligungsverfahren: Anhörung von im Rahmen einer Planung Betroffenen, um Interessen, Bedenken und Anregungen zur Geltung kommen zu lassen
  • BImSchG: Bundes-Immisionsschutzgesetz
  • Biomonitoring: wissenschaftliche Langzeitbeobachtungen der Umwelt in einem bestimmten Teilraum mit dem Ziel der Bewertung
  • Biosphäre: Lebensbereich, Bereich der Erdoberfläche, in dem die lebenden Organismen auftreten, umfaßt den unteren Teil der Atmosphäre, die Hydrosphäre und den oberen Teil der Lithosphäre
  • Biosphärenreservate: Bestandteile eines global angelegten Netzes von großräumigen Schutzgebieten charakteristischer Ökosysteme der Erde (MAB (® ),
    Programm der UNESCO (® ) )
  • biotisch: belebt, die biotischen Teile des Naturhaushaltes sind Pflanzen, Tiere und ihre Lebensgemeinschaften
  • Biotop: Lebensraum einer Biozönose (® ), durch abiotische (® ) Standortmerkmale geprägt
  • Biotopkomplex: charakteristische, häufig wiederkehrende Kombination von Biotoptypen im räumlichen Gefüge, Biotopkomplexe sind häufig als Ganzes sehr viel stärker gefährdet als die zugehörigen Biotoptypen
  • Biotoptyp: Gesamtheit gleichartiger Biotope (® ), ein Biotoptyp bietet mit seinen ökologischen Bedingungen weitgehend einheitliche von anderen Typen verschiedene Voraussetzungen für Lebensgemeinschaften. Die Typisierung schließt abiotische (® ) und biotische (® ) Merkmale ein. Die Mehrzahl der Typen Mitteleuropas wird in ihrer konkreten Ausprägung zudem durch die herrschenden Nutzungen (Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Verkehr und andere) sowie Beeinträchtigungen (Schadstoffe, Eutrophierung) geprägt.
  • Biotopverbund: flächenhafter oder räumlicher Kontakt von Biotopen oder Ökosystemen, siehe auch Schutzgebiets- und Biotopverbundsystem
  • Biozönose: [griechisch bios = Leben und koinos = gemeinsam], Gemeinschaft der in einem Biotop (® ) regelmäßig vorkommenden Lebewesen verschiedener Arten, die untereinander in Wechselbeziehungen stehen
  • BNatSchG: Bundesnaturschutzgesetz
  • Bonner Übereinkommen: Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wildlebenden Tierarten von 1979, Deutschland ist Mitglied seit 1984
  • Brackwasser: Gemisch von Meer- und Süßwasser
  • Braunerden: durch die Prozesse der Witterung, Verbraunung und Verlehmung geprägte Böden mit einer großen Bandbreite an (ökologischen) Eigenschaften
  • Bruchwald: Von Schwarzerlen, Weiden, Birken oder Kiefern besiedelte und geprägte Wälder auf feuchten und nassen Böden mit organischer Bodenbildung, gesetzlich geschützter Biotop nach 15 a LNatSchG
  • chemische Güteklasse: Einteilung von Gewässern nach dem Grad der Verschmutzung mit organischen Stoffen anhand des chemischen Sauerstoffbedarfs, welcher die Menge an gelöstem Sauerstoff kennzeichnet, die im Wasser und am Gewässergrund (vor allem im Schlamm), für die Oxidation von Wasserinhaltstoffen, vor allem anorganischen Verbindungen, verbraucht wird
  • CITES: Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora (Konvention über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen)
  • CO2: Kohlendioxid
  • Critical Loads: Schwellenwerte für Schadstoffe, werden sie überschritten, ist langfristig mit Veränderungen in Ökosystemen zu rechnen
  • DDT: Dichlordiphenyltrichloräthan, giftiges Schädlingsbekämpfungsmittel
  • Deflationswanne: Hohlform, die auf die ausblasende Wirkung des Windes zurückgeht und an das Vorkommen weicherer Gesteinsschichten gebunden ist
  • Deposition: Ablagerung von luftgetragenen Schadstoffen
  • Diversität: Bezeichnung für die Vielfalt in Organismengemeinschaften, beurteilt nach Artendichten und Einheitlichkeit der Individuendichten
  • Donn: älterer, eingedeichter, von Marschland umgebener Strandwall
  • Drumlin: langgestreckter Grundmoränenhügel (® Grundmoräne), mit Geschiebemergel (® ) überdeckt
  • Durchbruchtal: Tal eines Fließgewässers, das ein seine Fließrichtung querendes Gebirge oder eine andere morphologische Vollform, zum Beispiel Endmoräne durchbricht.
  • Dwog: fossiler, verdichteter Bodenhorizont, Vorkommen in der Marsch, kann in zwei Varianten vorliegen:
  • Humus-Dwog: humoser bis stark humoser Horizont mit Übergängen zum Anmoor- oder Niedermoortorf,
  • Eisen-Dwog: fossiler, eisenfleckiger Horizont.
  • dystroph: bezeichnet ein sehr nährstoffarmes Gewässer, das außerdem durch Kalkarmut und einen hohen
    Humusspiegel gekennzeichnet ist
  • E+E-Vorhaben: Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben, Förderprogramm des für Forschungsvorhaben im Bereich des Naturschutzes
  • EG: Europäische Gemeinschaft
  • Emission: Abgabe von umweltschädlichen Stoffen durch einen Verursacher
  • Endmoräne: Moräne (® ) am Stirnrand eines Gletschers
  • Entkusselung: Biotoppflegemaßnahme, Entfernen von Gehölzen auf Heiden und Mooren
  • Erdfall: durch unterirdische Auslaugung von Salz oder Gips an der Erdoberfläche entstandener Einsturztrichter von wenigen Metern Durchmesser und unterschiedlicher Tiefe
  • Erodierbarbkeit: Erosionsanfälligkeit von Böden
  • Erosion: durch die Wirkung von Wasser, Eis oder Wind bedingte und von Relief, Bodenart, Klima und Pflanzendecke abhängige Abtragung der Bodendecke, durch die Tätigkeit des Menschen oftmals über das natürliche Maß hinaus gesteigerte Abtragung vor allem des landwirtschaftlich genutzten Bodens
  • Erosivität: Eigenschaft (zum Beispiel von Niederschlag) Erosionen (® ) auszulösen
  • EU: Europäische Union
  • eutroph: allgemein nährstoffreich, mit Nährstoffen überversorgt
  • Eutrophierung: Anreicherung von Nährstoffen in einem Ökosystem, das heißt übermäßige Zufuhr von nitrat- und phosphathaltigen Nährstoffen
  • Extensivierung: landwirtschaftliche Nutzung mit geringem Einsatz technischer und chemischer Mittel, bei geringeren Erträgen je Flächeneinheit
  • Fachplanung: auf bestimmte Fachgebiete bezogene Ressortplanungen, zum Beispiel Nahverkehrsplan, Landschaftsprogramm
  • Fauna: Gesamtheit aller Tiere eines Gebietes
  • Fething: künstliche Süßwasserauffangbecken auf den Warften der Halligen
  • Feuchtgebüsch: meist von Strauchweiden oder Faulbaum aufgebaute Gebüsche an feuchten bis nassen, durch Grund- oder Stauwasser beeinflußten Standorten
  • FFH-Richtlinie: Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie
  • Findling: vom Gletscher / Inlandeis transportierter, ortsfremder Gesteinsblock
  • Flächennutzungsplan: vorbereitender Bauleitplan für das gesamte Gemeindegebiet, der auf der Grundlage der voraussehbaren Bedürfnisse der Gemeinde die zukünftig angestrebte städtebauliche Entwicklung und die geplante Flächennutzung darstellt
  • Flora: Gesamtheit aller Pflanzen eines Gebietes
  • FlurbG: Flurbereinigungsgesetz
  • Funktionsfähigkeit: Fähigkeit eines Ökosystems, die biologischen Abläufe ungestört zuzulassen
  • Geomorphologie: die Wissenschaft von den Formen der Erdoberfläche, ihrer Prozesse und Genese, ein Teilgebiet der physikalischen Geographie und der Geologie
  • geothermische Energie: Wärmeenergie, die aus der Erdkruste gewonnen wird
  • Geotop: erdgeschichtliche Bildungen der unbelebten Natur, die Kenntnis über die Entwicklung der Erde oder des Lebens vermitteln. Sie umfassen einzelne Naturschöpfungen und natürliche Landschaftsteile sowie Aufschlüsse von Gesteinen, Böden, Mineralen und Fossilien
  • Geschiebemergel: an von Gletschern transportierten, abgeschliffene Gesteinstrümmer reiches, kalkig-toniges Material der Grundmoräne (® )
  • Gewässermorphologie: Form und Dynamik der Gewässer einschließlich Uferbereiche
  • glazial: Bezeichnung für alle vom Gletscher und dessen Bewegungen geschaffenen Ablagerungen und Bildungen
  • Gleye: Böden unter jahreszeitlich schwankendem Grundwassereinfluß
  • Grüppe: Graben im Deichvorland, der zur Förderung der Landaufhöhung und / oder Entwässerung regelmäßig ausgehoben wird
  • Grundmoräne: vom Gletscher mitgeführtes Material, das an seiner Basis abgelagert wurde
  • Grundsätze der Raumordnung: allgemeine Aussagen/Leitvorstellungen zur Ordnung und Entwicklung des Raumes in Form von Rechtssätzen, die im Raumordnungsgesetz des Bundes und im
    schleswig-holsteinischen Landesentwicklungsgrundsätzegesetz vorgegeben werden und von öffentlichen Planungsträgern bei allen raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen gegeneinander und untereinander abzuwägen sind. Neben den verbindlichen Zielen enthalten auch die Raumordnungspläne eine Vielzahl von Grundsätzen
  • Grundwasserleiter: grundwasserführende Gesteinsschichten
  • Habitat: Lebensraum einer Art
  • halbnatürliche Landschaften: Landschaften, in denen zwar die ursprünglich vorhandenen Biotope in andere umgewandelt wurden, das verbliebene Restpotential aber noch sehr hoch ist oder in denen Arten anderer verschwundener
    Lebensräume Zuflucht gefunden haben (beispielsweise die Umwandlung von Wäldern in Streuwiesen oder Kalk-Halbtrockenrasen)
  • Haubarg: Bauernhaus mit charakteristischer, zentral gelegener Heustapelung, vornehmlich im Marschengebiet von Eiderstedt auf Warften zu finden
  • Haufendorf: größere, ländliche Siedlungsform des niederdeutschen Dorfes mit unregelmäßigem, historisch gewachsenem Grundriß
  • Hochmoor: über ihre Umgebung uhrglasförmig aufwachsende Moorbildung, die ihr Wachstum allein den Niederschlägen verdankt, grundwasserunabhängig, gesetzlich geschützter Biotop nach
    15 a LNatSchG
  • Hochstaudenflur: dichte, meist gehölzfreie Bestände hochwüchsiger Stauden, gesetzlich geschützter Biotop nach
    15 a LNatSchG
  • Holm: saaleeiszeitliche Geestinsel
  • Holozän / holozän: jüngster Abschnitt des Quartär, beginnt mit dem Ende der letzten Eiszeit, geologische Gegenwart
  • Hufe: bäuerliche Hofstätte mit Acker und Allmende-Nutzung im Mittelalter, diente als Lebensgrundlage der bäuerlichen Familie, die Hufe diente als Bemessungseinheit oder Belastungseinheit für öffentliche und grundherrliche Leistungen, ursprüngliche Größe etwa zehn Hektar
  • Humifizierung: Bildung von Huminstoffen
  • humos: Bezeichnet einen Bodenhorizont mit einem Humusgehalt von ein bis
    zehn Prozent
  • Hydrographie: Hydrologie (® ) mit Schwerpunkt auf Beschreibung und Darstellung
  • Hydrogeologie: untersucht die Erscheinungen des unterirdischen Wassers und deren Zusammenhänge mit dem Gesteinskörper
  • Hydrologie: Wissenschaft vom Wasser in seinen Eigenschaften und Erscheinungsformen auf und unter der Landoberfläche sowie in Küstengewässern
  • IKSE: Internationale Kommission zum Schutz der Elbe
  • Immission: Luftverunreinigungen, Geräusche, Gerüche, Erschütterungen, Strahlen und Wärme, die in die Umwelt eingetragen werden
  • indigene Art: im Sinne von autochton (® ), das Vorkommen und Sicherhalten einer Art in einem Ökotop ( ® ), die betreffende Art kann sich also infolge Vermehrung in dieser Lebensstätte halten und ist daher auch als biotopeigen zu bezeichnen
  • INK: Internationale Nordseeschutz-Konferenz
  • Jungmoräne: Moräne (® ) der letzten Eiszeit
  • Jura: geologische Formation, das Jura begann vor etwa 195 Millionen und endete etwa vor 135 Millionen Jahren
  • Kames: glaziäre Aufschüttungsform, die sich zwischen größeren Toteiskörpern bildetet, kuppen- oder kegelförmige Gestalt
  • karbonatisch: kalkhaltig
  • Kennart: Charakterart, standortstreue Art, die an bestimmte Biotope (® ) gebunden sind und die stets nur in diesen auftreten
  • Kliff: Steilufer, das durch Unterspülung am Hangfuß und dadurch ausgelöste gravitative Abtragungsvorgänge im Küstenbereich entstanden ist
  • kohärent: zusammenhängend
  • Kolluvialböden: Böden, die in durch Abspülung verlagertem und an Unterhängen, in kleinen Mulden und in Tiefenlinien abgelagertem Verwitterungsmaterial entstehen
  • Konvention: völkerrechtlicher Vertrag
  • Koog: Polder, eingedeichte ehemalige Wattgebiete oder Vorländer
  • kretazisch: zur Kreideformation gehörend
  • Kratt: Buschartiger Eichenniederwald, kommt vor allem an der Westküste vor. infolge des kurzen Umtriebs von 20 bis
    40 Jahren Begünstigung von Faulbaum, Eberesche, Ginster und Heide, aufgrund der Nutzungsart und Windeinwirkung oftmals bizarre Wuchsformen der Eichen
  • LANA: Länderarbeitsgemeinschaft für Naturschutz, Landschaftspflege und Erholung
  • Landesraumordnungsplan: die textliche und zeichnerische Darstellung der zusammengefaßten Ziele der Raumordnung für Schleswig-Holstein, als übergeordneter und zusammenfassender Plan soll er für eine den wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und ökologischen Anforderungen entsprechende Ordnung des Raumes sorgen
  • Landschaft: nach Struktur und Funktion geprägter, als Einheit aufzufassender Ausschnitt der Erdoberfläche, aus einem Ökosystemgefüge bestehend, eine Naturlandschaft wird überwiegend von naturbetonten, eine Kulturlandschaft überwiegend von anthropogenen (® ) Ökosystemen (® ) eingenommen
  • Landschaftsbild: optisch wahrnehmbare Erscheinungsform der Landschaft (® ) , das Landschaftsbild wird durch Vielfalt, Eigenart und Schönheit der natürlichen Landschaftselemente geprägt und bestimmt wesentlich den Erlebnis- und Erholungswert eines Gebietes
  • Landschaftspflege: Gesamtheit der Maßnahmen zur Sicherung der nachhaltigen Nutzungsfähigkeit der Naturgüter sowie der Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft
  • Landschaftsplan: im Rahmen der Bauleitplanung aufzustellender Plan, der für das Gebiet einer Gemeinde die Maßnahmen zur Verwirklichung von Naturschutz und Landschaftspflege in Text, Karte und zusätzlicher Begründung darstellt
  • Landschaftsplanung: raumbezogenes Planungsinstrument auf gesetzlicher Grundlage, zur Verwirklichung der Ziele von Naturschutz und Landschaftspflege in besiedelter und unbesiedelter Landschaft, gegliedert in Landschaftsprogramm (® ), Landschaftsrahmenplan (® ) und Landschaftsplan (® )
  • Landschaftsprogramm: auf der Landesebene angesiedelte, übergeordnete Landschaftsplanung, enthält die Maßnahmen und Erfordernisse zur Verwirklichung der Ziele des Naturschutzes auf Landesebene
  • Landschaftsrahmenplan: auf Regionalebene angesiedelte, übergeordnete Landschaftsplanung, die unter anderem Abgrenzungen von Bereichen für Schutz, Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft, zur Sicherung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts und für den Arten- und Biotopschutz enthält
  • Landschaftsschutz: a) Gesamtheit der Maßnahmen von Naturschutz und Landschaftspflege zur Sicherung von Landschaften und Landschaftsteilen
    b) im Naturschutzrecht: Ausweisung von Landschaftsschutzgebieten
  • LANIS-SH: Landschaftsinformations-
    system Schleswig-Holstein
  • LANU: Landesamt für Natur und Umwelt
  • LAWA: Länderarbeitsgemeinschaft
    Wasser
  • LEGG: Landesentwicklungsgrundsätzegesetz
  • Leitart: Art, für die im Rahmen eines Zielkonzeptes Maßnahmen durchgeführt werden, es wird die Strategie verfolgt, daß mit der Unterstützung der Leitarten und der Erhaltung ihrer Lebensräume automatisch auch anderen Tierarten geholfen wird
  • LFischG: Landesfischereigesetz
  • LIFE-Programm: Das Finanzierungsinstrument LIFE zielt entsprechend der Verordnung (EWG) Nr. 1973/92 darauf ab, zur Entwicklung und Durchführung der Umweltpolitik und Umweltrechtsvorschriften der Europäischen Union beizutragen.
  • Limes Saxoniae: zu Zeiten Kaiser Karls nördliche Reichsgrenze vom Sachsenwald bis zur Schwentine
  • Limnologie: Seenkunde, Wissenszweig der Hydrologie (® ) und der Biologie, untersucht die Verbreitung und Gestaltung der Seen und Seebeckenformen, die physikalischen, chemischen und biologischen Eigenschaften des Seewassers, die Strömungsbedingungen und den Stoff-, Energie- und Wasserhaushalt der Seen sowie deren Biozönosen (® )
  • LJagdG: Landesjagdgesetz
  • LNatSchG: Landesnaturschutzgesetz
  • LNV: Landesnaturschutzverband
  • Lobenbecken: größeres oder breiteres Zungenbecken (® )
  • LPflegG: Landschaftspflegegesetz
  • LVO: Landesverordnung
  • LVwG: Landesverwaltungsgesetz
  • LWaldG: Landeswaldgesetz
  • LWG: Landeswassergesetz
  • MAB: "Man and the Biosphere", UNESCO-Programm "Der Mensch und die Biosphäre"
  • Marsch: alluvialer Schwemmlandboden, der aus Ablagerungen des Tidemeeres oder der Tideflüsse entstanden ist
  • Marschhufendorf: Hufendorf, regelhafte ländliche Siedlung, Aneinanderreihung mehrerer Hufen (® )
  • MELFF: Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei des Landes Schleswig-Holstein
  • Melioration: [lateinisch melior = der bessere] mit tiefgreifenden Eingriffen in die Böden verbundene Verbesserung ihrer landwirtschaftlichen Nutzbarkeit
  • Mergelung: Verbesserung der Ertrags-
    fähigkeit von Böden durch Einbringen oder Auftrag von karbonatreichen Lockergesteinsmaterialien (Mergel)
  • Mesotrophie: allgemein ein Lebensraum mittlerer Produktivität
  • Moder: Humusform, die sich auf relativ nährstoffarmen Gesteinen oder unter kühlfeuchten Klimaverhältnissen bildet
  • Monitoring: Biomonitoring (® )
  • Morphologie: Wissenschaft von den Oberflächenformen
  • Moräne: von Gletscher mitgeführter, dann abgelagerter Gesteinsschutt
  • Mull: Humusform mit schnellem Stoffumsatz in Böden mit günstigen Wasser- und Luftverhältnissen und relativ hohen Nährstoffgehalten
  • MUNF: Ministerium für Umwelt, Natur und Forsten des Landes Schleswig-Holstein
  • NABU: Naturschutzbund Deutschland
  • nachhaltige Nutzung: die Nutzung von Bestandteilen der biologischen Vielfalt in einer Weise und in einem Ausmaß, die nicht zum langfristigen Rückgang der biologischen Vielfalt führen, die Bedürfnisse und Wünsche heutiger und künftiger Generationen zu erfüllen (Rio-Übereinkommen 1992)
  • Nachhaltigkeit: die Fähigkeit eines lebenden Systems, bei Nutzung und Ausgleich der Verluste dauerhaft gleiche Leistungen zu erbringen, ohne sich zu erschöpfen
  • Natura 2000: europaweites ökologisches Netz besonderer Schutzgebiete, besteht aus Gebieten, die nach der FFH-Richtlinie (® ) sowie der EU-Vogelschutzrichtlinie als Schutzgebiete ausgewiesen werden müssen.
  • natürlich: ohne direkten Einfluß des Menschen entstanden und vom Menschen unbeeinflußt
  • Naturhaushalt: Wirkungsgefüge aller natürlichen, das heißt der abiotischen (® ) und biotischen (® ) Faktoren in einer Landschaft oder einem Landschaftsausschnitt
  • naturnah: ohne direkten Einfluß des Menschen entstanden, durch menschliche Einflüsse nicht wesentlich verändert; wird der Einfluß beendet, bleiben kaum Änderungen übrig, selbstregelungsfähig
  • Naturraum: physisch-geographische Raumeinheit mit typischen Landschaften, Bio- und Ökotypen
  • Naturraumpotential: das "Leistungsangebot" eines Naturraumes unter verschiedenen Aspekten, wie Rohstoffgewinnung, Wasserversorgung, Arten- und Biotopschutz
  • Naturschutz: Gesamtheit der Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung von Pflanzen und Tieren wildlebender Arten, ihrer Lebensgemeinschaften und natürlichen Lebensgrundlagen sowie zur Sicherung von Landschaften und Landschaftsteilen unter natürlichen Bedingungen
  • Nehrung: schmale, langgestreckte Sandablagerung einer Flachküste, die ein Haff oder eine Lagune vom offenen Meer trennt
  • Neophyt: Neubürger oder Einwanderer einer Pflanzenart, die in historischer Zeit (vor allem in der nachmittelalterlichen "Neuzeit") eingeschleppt wurde und die sich an natürlichen Standorten unter einheimischen Pflanzen ansiedeln und einbürgern konnte, die sie teilweise auch verdrängte
  • Niedermoor: flaches Moor, das bis an die Oberfläche mit nährstoffreichem Grundwasser durchsetzt ist, bildet sich in Senken, Flußniederungen, kleinen Mulden oder an Hängen im Bereich von Quellaustritten, entsteht auch bei Verlandung eines nährstoffreichen Gewässers
  • Niederwald: forstliche Betriebsart, bei der die Verjüngung überwiegend aus Stock- und Wurzelausschlägen erfolgt, die Umtriebszeit ist im Gegensatz zum Hochwald sehr kurz und liegt meist zwischen 12 und 25 Jahren
  • NUIS-SH: Natur- und Umweltinformationssystem Schleswig-Holstein
  • Öko-Audit: Umweltmanagementsystem
  • Ökologie: Wissenschaft vom Stoff- und Energiehaushalt der Biosphäre (® ) oder ihrer Untergliederungen (beispielsweise Ökosystem) sowie von den Wechselwirkungen ihrer Bewohner untereinander und mit ihrer abiotischen (® ) Umwelt
  • Ökosystem: funktionelle natürliche Einheit der Biosphäre (® ) als Wirkungsgefüge aus Lebewesen, unbelebten natürlichen und vom Menschen geschaffenen Bestandteilen, die untereinander und mit ihrer Umwelt in energetischen, stofflichen und informatorischen Wechselwirkungen stehen.
  • Ökoton: Grenzbereich zwischen verschiedenen Lebensräumen, im Allgemeinen durch hohe Artenvielfalt gekennzeichnet
  • Ökotop: generell wird darunter ein weitgehend einheitlich ausgestatteter (meist) kleiner Lebensraum verstanden, in welchem biotische und abiotische Faktoren ein Wirkungsgefüge im Sinne des Ökosystems bilden
  • oligotroph: nährstoffarm
  • Ortstein: Bezeichnung für Verfestigungen in Anreicherungshorizonten in Unterböden von Podsolen, die sich durch Verkittungen von Eisenoxiden und Huminstoffen gebildet haben
  • Os / Oser: durch Schmelzwasserablagerungen (Sande und Kiese) entstandene, schmale, langgestreckte, flache Erhebungen in Moränenlandschaften
  • Ozon: (O3, Sauerstoffmodifikation) wichtigster Bestandteil der Ozonschicht in der Stratosphäre (UV-Filter), in der Troposphäre jedoch bei hohen Konzentrationen mit negativen Auswirkungen (Atemgift)
  • Parabraunerde: saurer bis sehr saurer verbraunter Boden mit Tonverlagerung vom Ober- in den Unterboden
  • Pedogenese: die Entstehung und Entwicklung von Böden, welche zur Ausprägung bestimmter Bodenhorizonte, Bodentypen und Bodenformen führt
  • Pedotop: kleinste räumliche Bodeneinheit, innerhalb derer die Böden eine definierte Einheitlichkeit in ihrem Aufbau aufweisen, also Homogenität innerhalb der definierten Grenzen zeigen
  • Perm: geologische Formation, das Perm begann vor etwa 280 Millionen und endete etwa vor 225 Millionen Jahren
  • planar: eben, in der Vegetationkunde Stufe der Küsten- und Binnenebenen unter 100 Meter über dem Meeresspiegel
  • Pleistozän / pleistozän: Eiszeitalter, begann vor etwa 1.000.000 Jahren
  • Plenterbetrieb: Forstwirtschaftliche Betriebsform, im Idealfall sind in einem Plenterwald alle Altersstufen in kleinräumiger Mischung auf kleiner Fläche vorhanden. Durch die Entnahme älterer, einzelner Stämme wird die Naturverjüngung gefördert. Bei der so entstehenden ständigen Waldbestockung stehen Verjüngung und Nutzung in einem geschlossenen, natürlichen Kreislauf.
  • Podsol: Bodentyp mit starker Versauerung und Verarmung des oberen Bodenhorizontes, charakteristisch: Auswaschungs- und Anreicherungshorizont oft als Ortstein (® ) ausgeprägt
  • Polder: Koog (® )
  • polytroph: äußerst nährstoffreich
  • Population: Gesamtheit der Individuen einer Art mit gemeinsamen genetischen Gruppenmerkmalen innerhalb eines bestimmten Raumes
  • Population: Gesamtheit der Individuen einer Art, die einen bestimmten zusammenhängenden Lebensraumabschnitt bewohnen und im allgemeinen durch mehrere Generationen genetische Kontinuität zeigen
  • Prädator: Freßfeind, Beutegreifer
  • Priel: Wasserrinne im Watt mit starker Sedimentumlagerung, führt auch zur Niedrigwasserzeit noch Wasser mit natürlichem Gefälle
  • Pseudogley: Bodentyp, der auf dicht gelagertem, feinerdereichem Material entsteht und den Wechsel von Staunässe und Austrocknung unterliegt, er zeigt ein rostbraunes und fahlgrau geflecktes Profil
  • Ramsar-Übereinkommen: Übereinkommen über Feuchtgebiete, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel, von internationaler Bedeutung,
    Ramsar, 2. Februar 1971, geändert durch das Pariser Protokoll vom 3. Dezember 1982
  • Redoxvorgang: Reduktions - Oxidationsvorgang, die Oxidation (Elektronenabgabe) eines Stoffes ist immer mit der Reduktion (Elektronenaufnahme) eines anderen Stoffes gekoppelt
  • Regeneration: erfolgreiche Wiederherstellung typischer natürlicher oder naturnaher Verhältnisse in den Ökosystemen und deren Bestandteilen
  • Retentionsraum / -bereich: Rückzugsraum, Speicherraum, Überschwemmungsräume von Gewässern zur Speicherung von Wassermassen bei Hochwasser
  • Ried: Sumpfgegend, Rohr-, Schilfart
  • Riff: Küstenparallele Schwelle (Untiefe) aus Fels (Felsriff) oder Kies / Sand (Kies-Sandriff) in der offenen See
  • ROG: Raumordnungsgesetz
  • Röhricht: Bestände von Gräsern und Stauden im Verlandungsbereich von stehenden Gewässern oder im Überflutungsbereich von Fließgewässern, zum Beispiel Schilf- oder Rohrkolbenbestände, gesetzlich geschützter Biotop nach 15 a LNatSchG
  • Rote Liste: offizielle Bilanz des Artenschwundes, von Fachwissenschaftlern ständig überarbeitet, in den Roten Listen werden alle heimischen Tier- und Pflanzenarten aufgeführt, die im Bestand gefährdet oder vom Aussterben bedroht sind
  • Ruderalpflanzen: Pflanzengesellschaften, die sich an Schuttplätzen, Wegrändern sowie in der Nähe menschlicher Siedlungen finden
  • Runddorf / Rundling: ländliche Siedlungsform, bei der sich die Hofstellen nahezu kreisförmig um einen Platz mit nur einem Zugang gruppieren
  • Rundhöcker: durch Gletscherschurf gerundete Felsrücken
  • salinar: überwiegend aus Salzgestein bestehend
  • Salzmarsch: marine Deichvorländer
  • Sander: Schotter- und Sandflächen, die sich vor den Endmoränen (® ) bildeten, in dem das Schmelzwasser leichtes Material aus den Moränen (® ) auswusch.
  • Schardeich: Deich ohne Vorland, sein im Watt liegender Fuß wird bei Tidehochwasser regelmäßig überflutet und muß daher durch Uferschutzwerke besonders gesichert werden
  • Schlafdeich: alte, im Hinterland liegende Deiche
  • Schluff: Bodenart, sehr feines mineralisches Material
  • Schmelzwassertal: durch glazifluviatile Erosion angelegtes Tal, dessen Sohle mit Schmelzwasserablagerungen ausgefüllt ist
  • Schöpfwerk: Pumpanlage, die tiefgelegene Polder- (® ) oder binnendeichs gelegene Flächen bei hohen Außenwasserständen entwässern kann
  • Schutzgebiets- und Biotopverbundsystem: ein System von naturraumspezifisch repräsentativen Ökotoptypen einschließlich ihres biotischen Inventars, das in ausreichender Größe, Vernetzung und Verteilung im Raum die Landschaftsökosysteme stabilisieren und diversifizieren soll, um in der genutzten Agrarlandschaft Puffer- und Kompensationseffekte zu bewirken sowie Refugien zu bilden
  • schwarze Flecken: schwarzes, anoxisches Sediment
  • Sediment: Ablagerung
  • silikatisch: aus Silikaten bestehend, das heißt aus Salzen der Kieselsäure vorwiegend mit den Kationen Aluminium, Eisen, Calcium, Magnesium, Kalium und Natrium
  • SO2: Schwefeldioxid
  • Soll: Toteisloch, durch Nachsacken von eiszeitlichen Ablagerungen über abgeschmolzenem Toteis entstandene geschlossene Bodensenke im Moränenbereich
  • Stauchmoräne: spezielle Form der Endmoräne (® )
  • Strandwall: grobkörnige, langgestreckte, küstenparallele Aufschüttung kurzfristiger Hochwässer oberhalb des Mittelwassers, gesetzlich geschützter Biotop nach 15 a LNatSchG
  • Straßendorf: ländliche Siedlungsform mit maßgebender Längserstreckung entlang einer oder mehrerer Straßen
  • Stratigraphie (Schichtenkunde): wichtiges Teilgebiet der Geologie, das die Gesteinsschichten der geologischen Systeme und Serien beschreibt und gliedert nach Aufeinanderfolge der Schichten, der Gesteinsart und dem Inhalt an Fossilien
  • Streusiedlung: ländliche Siedlungsform mit verstreut liegenden Wohnhäusern
  • subglazial: unterhalb des Eises
  • Sukzession: Aufeinanderfolge von Arten oder Lebensgemeinschaften, die von einem Pionierstadium bei gleichzeitiger Veränderung der abiotischen (® ) Faktoren zu einem sich selbst erhaltenden Stadium eines Fließgleichgewichtes führt
  • Synergismus: allgemein Wechselwirkung, gegenseitige Beeinflussung, Funktionsgefüge
  • Tertiär / tertiär: geologische Formation, das Tertiär begann vor etwa 70 Millionen und endete etwa vor 1,5 Millionen Jahren
  • Toteisloch: Soll (® )
  • Transgression: Vordringen eines Meeres über ein Festland aufgrund von Senkungen des Landes oder Anhebungen des Meeresspiegels
  • Trittsteinbiotop: in der Regel inselhafte Biotope (® ), deren ökologische Standortbedingungen die Ausbreitung von Populationen (® ) oder Arten erleichtern
  • Trockental: trockengefallenes, ehemaliges Fluß- oder Bachtal
  • Trophie: Intensität der organischen (vor allem pflanzlichen Primär-) Produktion
  • Tunneltal: subglazial (® ), vom Schmelzwasser gebildete Hohlform meist langgestreckter Gestalt, deren Richtungen den Strukturen des Nordischen Inlandeises entsprechen
  • UNESCO: Erziehungs-, Wissenschafts- und Kulturorganisation der UNO (® )
  • UNO: Vereinte Nationen
  • Urstromtal: Großes Schmelzwassertal
  • UVP: Umweltverträglichkeitsprüfung
  • UVPG: Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz
  • Vegetation: Gesamtheit der Pflanzen und Pflanzengesellschaften, die einen bestimmten Landschaftsraum bedecken
  • Vernetzung: Beziehungssysteme zwischen Arten innerhalb eines Ökosystems oder zwischen verschiedenen Ökosystemen, beruhen beispielsweise auf Nahrungsketten aber auch auf lebensfördernden Beziehungen wie Symbiosen und
    Kooperationen
  • Vorbehaltsgebiet:: Gebiet, in dem einem bestimmten, überörtlich bedeutsamen fachlichen Belang bei der Abwägung mit konkurrierenden Nutzungsansprüchen besonderes Gewicht beigemessen wird
  • Vorfluter: in der Regel Flüsse oder
    Bäche, in der Marsch häufig künstliche Gräben und Sielzüge zur Sicherstellung der Entwässerung
  • Vorranggebiet: Wenn in einem Regionalplan Vorranggebiete festgelegt werden, bedeutet dies, daß der betreffenden Nutzung nach Abwägung mit anderen, insbesondere entgegenstehenden Nutzungen der Vorrang eingeräumt wird. Andere Planungen und Maßnahmen können im Vorranggebiet nur realisiert werden, wenn sie mit dem festgelegten Vorrang vereinbar sind.
  • Wallberg: siehe Oser (® )
  • Warft: Aufschüttungen für Marschen- oder Hallighäuser
  • Wasserregime
  • Wasserschongebiet: rechtlich nicht normierter Begriff, seit 1972 in Schleswig-Holstein als verwaltungsinterner Planungsbegriff eingeführt, ausgerichtet auf die Trinkwassergewinnungsanlagen der öffentlichen Wasserversorgung, in Wasserschongebieten geplante Maßnahmen werden im Einzelfall vorab von der wasserbehörde einer Prüfung unterzogen
  • Wasserschutzgebiet: Gebiet, in dem besondere Schutzmaßnahmen und Verbote gegen eine mögliche Verunreinigung des Wassers bestehen, W. dienen meist der Wassergewinnung
  • Wehle: Bucht / Küstenteich, Kolk, durch Deicheinbrüche hinter den Deichen entstandene Hohlform
  • WHG: Wasserhaushaltsgesetz
  • Winderosion: Erosion (® ) durch Wind
  • Wüstung: aufgelassene Siedlung und landwirtschaftliche Nutzflächen
  • Ziele der Raumordnung: verbindliche Vorgaben in Form von textlichen oder zeichnerischen Festlegungen in den Raumordnungsplänen der Landesplanung, die der Entwicklung, Ordnung und Sicherung des Raumes dienen
  • Zungenbecken: oft seenerfüllte Hohlform, die nach Abschmelzen eines Gletschers oder des Inlandeises hinter der Endmoräne (® ) zurückbleibt