Häufige Fragen

Was ist Umgebungslärm?

Unter „Umgebungslärm" werden belästigende oder gesundheitsschädliche Geräusche im Freien gefasst, die durch Aktivitäten von Menschen verursacht werden. Das ist Lärm, der von Verkehrsmitteln, Straßenverkehr, Eisenbahnverkehr, Flugverkehr sowie Geländen für industrielle Tätigkeiten ausgeht.

Dies umfasst nicht Lärm, der von der davon betroffenen Person selbst oder durch Tätigkeiten innerhalb von Wohnungen verursacht wird, Nachbarschaftslärm, Lärm am Arbeitsplatz, in Verkehrsmitteln oder Lärm, der auf militärische Tätigkeiten in Militärgebieten zurückzuführen ist.

Für welche Straßen wurden Lärmkarten ausgearbeitet?

Lärmkarten wurden für Hauptverkehrstraßen ausgearbeitet. Das sind Autobahnen, Bundes- und Landestraßen mit einem Verkehrsaufkommen von mehr als 3 Millionen Fahrzeugen pro Jahr. In der ersten Stufe wurden in 2007 Hauptverkehrstraßen einem Verkehrsaufkommen von mehr als 6 Millionen Fahrzeugen pro Jahr kartiert. Dazu kommen weitere Straßen in den Ballungsräumen. In machen Städten und Gemeinden über 20.000 Einwohner wurden auch einzelne Straßen mit geringeren Verkehrsbelastungen einbezogen.

Wie unterscheiden sich die Lärmkarten 2007 und 2012?

Die Lärmkarten 2012 wurden insbesondere für Hauptverkehrsstraßen mit einer Verkehrsleistung von über 8.200 Fahrzeugen pro Tag und damit für wesentlich mehr Strecken ausgearbeitet. Es sind aktuelle Daten z.B. zu Verkehrsleistungen, Geschwindigkeiten und Einwohnern verwendet worden. Auch wurden Lärmschutzmaßnahmen (Wände, Wälle oder lärmmindernde Asphalte) als auch Straßenausbauten berücksichtigt. Daher differieren die dargestellten Lärmbelastungen der beiden Stufen.

Warum finde ich meine Gemeinde nicht?

Es wurden nur Gemeinden aufgenommen, die durch Umgebungslärm der Hauptverkehrstraßen, Haupteisenbahnstrecken oder dem Flughafen Fuhlsbüttel betroffen sind oder in den Ballungsräumen liegen.

Wer erstellt die Lärmkarten für Eisenbahnen?

Lärmkarten für Haupteisenbahnstrecken des Bundes werden vom Eisenbahnbundesamt (dort: Umgebungslärmkartierung) ausgearbeitet und stehen für die 1. Stufe unter Lärmkartierung Eisenbahnbundesamt zur Verfügung. Nicht bundeseigene Bahnen z.B. der AKN sind grundsätzlich von den Gemeinden zu kartieren und erfolgte durch das LLUR bzw. für die Norderstedt durch die Stadt.

Was ist mit Lärmkarten für den Flughafen Lübeck-Blankensee und anderen Flughäfen?

Flughäfen mit über 50.000 Starts und Landungen gelten als Großflughäfen und werden von der Lärmkartierung erfasst. In Schleswig-Holstein liegt nur der Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel oberhalb dieser Schwelle.

Was ist mit Nachbarschaftslärm?

Geräusche, die durch Tätigkeiten von Privatpersonen in der Nachbarschaft hervorgerufen werden und störend oder belästigend wirken, werden als Nachbarschaftslärm bezeichnet. Darunter fällt z.B. laute Musikwiedergabe, eine Party, Heimwerkerarbeiten in der Wohnung oder im Garten. Der Lärm wird nicht dem Umgebungslärm zugerechnet und nicht berücksichtigt.

Wurde Freizeitlärm und Lärm von Sportanlagen berücksichtigt?

Lärm von Freizeitanlagen (Anlagen, die von Personen zur Gestaltung ihrer Freizeit genutzt werden, z.B. Vergnügungsparks, Abenteuer-Spielplätze, Rummelplätze, Hundedressurplätze, Musikdarbietungen auch auf Anlagen, die sonst der Sportausübung dienen) und auch Lärm von Sportanlagen kann innerhalb von Ballungsräumen berücksichtigt werden, soweit er einen erheblichen Beitrag zur Lärmbelastung liefert. In den vorliegenden Lärmkarten der 1. und 2. Stufe wurde Freizeitlärm und Lärm von Sportanlagen nicht berücksichtigt werden.

Warum ist so wenig Industrie- und Gewerbelärm in den Karten dargestellt?

Es sind Lärmkarten für Gelände mit industriellen Tätigkeiten in den Ballungsräumen Hamburg und Kiel, sowie in der 2. Stufe für Lübeck auszuarbeiten. Zudem werden Häfen mit einem Umschlag von mehr als 1,5 Millionen Tonnen pro Jahr betrachtet.

In Frage kommende Anlagen werden einzeln auf Grundlagen vorliegender Sachverständigengutachten und der Erkenntnisse aus der Anlagenüberwachung des LLUR untersucht. Bei der Mehrzahl der Anlagen liegen die Lärmbelastungen unterhalb einer Belastung von 45 dB(A) nachts und 55 dB(A) tags. In den Lärmkarten erscheinen diese Belastungen deshalb nicht.

Wie werden Lärmbelastungen ermittelt?

Die Lärmbelastungen werden berechnet, da Messungen nicht in dem für die Karten notwendigen Umfang zu vertretbaren Kosten durchgeführt werden können. Eingeflossen sind insbesondere die Verkehrsdaten und Abschirmungen durch Gebäude oder Schallschutzeinrichtungen. Die Datengrundlagen sind unter Erstellung der Lärmkarten und die Berechungsvorschriften sind unter Rechtsgrundlagen zu finden.

Wer hat die Aufgabe, den Lärmbelastungen in meiner Gemeinde entgegen zu wirken?

Die Aufstellung des Lärmaktionsplans ist Aufgabe der Gemeinden. Die Umsetzung einzelner Lärmminderungsmaßnahmen kann auch Aufgabe anderer Stellen sein. Dies können z.B. Straßenverkehrsbehörden oder als Baulastträger für einzelne Hauptverkehrsstraßen der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr sein. Ein Einvernehmen über die Maßnahmen für den Aktionsplan ist daher wichtig.

Für welche Straßen werden Lärmkarten ausgearbeitet?

Lärmkarten werden für Hauptverkehrsstraßen ausgearbeitet. Das sind Autobahnen, Bundes- und Landestraßen mit einem definierten Verkehrsaufkommen. Im Jahr 2007 wurden in der ersten Stufe Hauptverkehrstraßen mit einem Verkehrsaufkommen von mehr als 6 Millionen Fahrzeugen pro Jahr kartiert. Im Jahr 2012 werden Straßen mit einem Aufkommen mit mehr als 3 Mio. Fahrzeugen pro Jahr betrachtet. Zusätzlich kommen weitere Straßen in den Ballungsräumen und in manchen Städten und Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern auch einzelne Straßen mit geringeren Verkehrsbelastungen hinzu.

Kontakt

Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein

Hamburger Chaussee 25
24220 Flintbek
Tel.: 04347 704-769