Wie werden Lärmkarten erstellt?

Berechnungsmethode

Zur Ausarbeitung der Lärmkarten werden die Lärmimmissionen nach einheitlichen Berechnungsverfahren errechnet. Lärmmessungen werden nicht durchgeführt. Die Berechnungsverfahren sind im Bundesanzeiger veröffentlich worden.

In den graphischen Lärmkarten werden die berechneten Lärmindizes LDEN (Tag-Abend-Nacht-Lärmindex) und LNight (Nacht-Lärmindex) in Isophonenbändern in bestimmten Farben dargestellt. Der LDEN ist ein gewichteter Mittelwert, der 12 Tagesstunden (von 6 Uhr bis 18 Uhr), 4 Abendstunden (von 18 Uhr bis 22 Uhr) und 8 Nachtstunden (von 22 Uhr bis 06 Uhr) umfasst, der LNight betrifft nur die 8 Nachtstunden. Dabei beträgt der Beurteilungszeitraum ein Jahr. Das verwendete Berechnungsraster beträgt 10 Meter mal 10 Meter. Die Berechnungspunkthöhe zur Ermittlung von LDEN und LNight liegt bei 4 m über dem Boden.

Die Ermittlung der Belastetenzahlen innerhalb der Isophonenbänder erfolgt entsprechend der Vorgaben der "Vorläufigen Berechnungsmethode zur Ermittlung der Belastetenzahlen durch Umgebungslärm" (VBEB), die ebenfalls im Bundesanzeiger veröffentlicht ist. Mit statistischen Verfahren werden die Einwohner einer Kommune den jeweiligen Wohngebäuden und anschließend die berechneten Einwohner gleichmäßig einzelnen Punkten auf den Fassaden eines Gebäudes zugeordnet. Für diese Punkte (Fassadenpunkte) werden die jeweiligen Lärmbelastungen ermittelt.

Eingangsdaten zur Lärmkartierung der 2. Stufe:

Die Lärmkarten zur Darstellung des Straßenverkehrslärms und des Industrie- und Gewerbelärms werden auf folgenden Datengrundlagen ausgearbeitet:

Kontakt

Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein

Hamburger Chaussee 25
24220 Flintbek
Tel.: 04347 704-769